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22.12.2006 12:44
Auch heute habe ich das Gefühl, nur neben mir herzulaufen und mich selber zu sehen, wie ich meinen alltäglichen Trott hinter mich bringe. Ich sehe mir zu, wie ich das tue, was ich jeden Tag tue und dabei immer mehr in mir selbst versinke, mich immer mehr verliere. Alles erscheint so unwirklich, ich bin für mich selbst so unnahbar.
Bei der Beerdigung sagte der Pfarrer etwas. Schade, dass ich den genauen Wortlaut nicht mehr weiß. Ich glaube, er beabsichtigte gar nicht, das zu sagen, was man zwischen den Worten hörte. Er sagte, ohne es zu wissen: "Wir leben, um zu sterben!" Und es ist wohl leider wirklich so. Wohl kann ich es auch nicht beschreiben, für meine Gedanken gibt es keine Wörter, die es verständlich machen würden. Vielleicht komme ich nochmal darauf zurück. Vielleicht findet ja auch jemand die richtigen Worte für mich und schreibt sie in ein Kommentar.
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kommentar von: Hannes am 14.01.2007 23:26
ich denke du lebst um zu leben...
zeig allen, dass du nicht auf den tod wartest, sondern auf das, was alles lebenswert macht... ich würde sagen es sind die Freundschaften auf die es sich lohnt zu warten und wenn man sie gefunden hat, an ihnen festzuhalten. |
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